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Seit ein paar Monaten sind Kapitallebens- oder Rentenversicherung starkt im medialen Fokus. Denn seit Jahren senken die Lebensversicherungsgesellschaften ihre Überschüsse. Die Attraktivität leidet sehr stark darunter. Ein Blick auf die Anlagestrategie zeigt, dass hier ein unheimliches Klumpenrisiko im Bereich der Rentenpapiere vorhanden ist. Verteilung des Vermögens deutscher Lebensversicherer nach Anlageklassen 2006
Verteilung des Vermögens deutscher Lebensversicherer nach Anlageklassen 2009
Über 85% des Vermögens ist in Geldwerten investiert. In Zeiten einer drohenden starken Inflation, niedrigen bzw. eventuell steigenden und Zahlungsschwierigkeiten von öffentlicher Hand, ist dies aus meiner Sicht eine tickende Zeitbombe. Die fallende Überschussbeteiligungen können nicht auf das sehr geringe Engagement im Aktienbereich zurück zuführen sein. Warum investieren aber die Lebensversicherer so stark in Rentenpapiere? Dies ist eine gesetzliche Vorgabe, die durch Solvency II noch verstärkt wird. Der Staat schafft attraktive Rahmenbedingungen für Kaptiallebensversicherungen um damit über die Hintertür neues Geld durch die Versicherungsgesellschaften von privater Seite zu erhalten. Bei Kapitallebens- oder Rentenversicherungen hat der Sparer nicht die Möglichkeit eine andere Anlagestrategie zu wählen. Dies kann hervorragend über eine fondsbasierte Lösung geschehen, denn dort hat der Sparer die Wahl in welche Anlageklassen investiert werden soll.
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Andreas Taxis
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