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Seit 1972 ist in Deutschland die Sterberate höher als die Geburtenrate. Dadurch verliert die BRD insgesamt an Bevölkerung. Durch eine steigende Lebenserwartung steigt auch hiermit der Anteil älterer Menschen gegenüber dem Anteil Jüngerer.

Die Folgen wirken sich auf zahlreiche Handlungsfelder aus wie z.B. Schule, Kindertagesstätten, Verkehr, Gesundheit, Altenhilfe, Arbeitsmarkt, Absatzmärkte, Vereine und Infrastruktur.

Eine Überalterung erfordert auch neue Rahmenvoraussetzungen für den Generationenvertrag in der gesetzlichen Versorgung, wie z.B. bei der Kranken- und Rentenversicherung.

Es ist Jedem zu gönnen, so alt zu werden wie er es gerne möchte. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Neugeborenen hat in den letzten 85 Jahren eine deutliche Steigerung aufzuweisen

Sterbetafel     Männlich     Weiblich   
1924/1926 56,0 58,8
1960/1962 66,9 72,4
1986/1988 71,7 78,0
2010 77,6 82,9

 

Eine Bestandsaufnahme zeigt das aktuelle und künftige Problem auf:

Altersaufbau 2010

 

Art Beitragssätze 2009
Rentenversicherung 19,90 %
Arbeitslosenversicherung 2,80 %
Krankenversicherung 15,50 %
Pflegeversicherung 1,95 %
Pflegeversicherung kinderlose 0,25 %

 

Einnahmen Rentenversicherung 2007  231.500.000.000 €
davon Beiträge 173.900.000.000 €
Bundeszuschuss 55.900.000.000 €
sonst. Einnahmen 1.700.000.000 €

 

Ausgaben Rentenversicherung 2007    230.300.000.000 €
Renten 200.700.000.000 €
KVdR / Reha 18.200.000.000 €
Sonstige Ausgaben 11.400.000.000 €

Das Ergebnis ist ernüchternd, zwar wurde ein Überschuss von 1.200.000.000 € erwirtschaftet, aber ohne den Bundeszuschuss aus Steuergelder könnten nicht einmal die Rentenleistungen gezahlt werden. Die gesetzliche Rente ist bereits 2007 ohne Steuergelder nicht überlebensfähig.

 

 

Altersaufbau 2030

Experten wie Prof. Dr. Raffelhüschen gehen 2030 von Beitragssätzen für die Krankenversicherung von 27% und Beiträge zur Pflegeversicherung von 7% aus. Somit würde dies beinahe eine Verdoppelung der aktuellen Beitragssätze bedeuten.

Was ist die Folge?

1. Mehrbelastung. Ich muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass ein Beitragssatz von knapp 34% für die Kranken- und Pflegeversicherung weder für Arbeitnehmer noch für Arbeitgeber zu finanzieren ist.

2. Senkung der Leistungen / Kosten von 50%. Somit könnte ein ähnlicher Beitragssatz wie 2009 erreicht werden.

3. Mehrbelastung und Senkung der Leistungen

Mit meinem "jugendlichen" Alter habe ich zwar noch nicht so viel erlebt, wie die Älteren unter uns , aber bei meinen Erfahrungen und vertrauen in die Politik wird Szenario 3 eintreten.

Wenn die geburtenstarke Jahrgänge in Rente gehen, ist die demografische Schieflage auf ihren Höhepunkt. 55% der Bevölkerung, sollen für 22 Millionen der Generation 65+ sorgen. Wie soll denn dann ausreichend für alle gesorgt werden?

Denn schon heute kann bei einer Verteilung von 60% Erwerbstätigen, für 16,9 Millionen der Generation 65+ keine kostendeckende Versorgung gewährleistet werden. Ich weiß was jetzt viele denken werden. Es müssen dann mehr Kinder her. Leider haben die geburtenstarke Jahrgänge verhältnismäßig zu wenig Kinder in die Welt gesetzt und jetzt sind diese Jahrgänge biologisch in einem Alter, in denen selten Kinder geboren werden. Eine sofortige Erhöhung der Geburtenrate würde für 2030 keine Lösung beitragen, denn die Kinder würden erst 20 Jahre alt sein und in der Regel sich somit noch in der Ausbildung oder Studium befinden.

Die Verteilung der Krankheitskosten auf Altersgruppen aus dem Jahre 2008 zeigen auch extreme Mehrbelastungen auf uns zu kommen.

Alter Anteil an der Bevölkerung Anteil an den Krankheitskosten
85 und mehr  2,2 % 10,3 %
65 - 85 18,1 % 38,1 %
45 - 65 27,1 % 26,3 %
30 - 45 21,5 % 11,8 %
15 - 30 17,6 % 7,5 %
unter 15 13,7 % 6,0 %

 

Lieber Privat statt Staat. Private Vorsorge ist ein absolutes Muß!


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